Das finale Puzzleteil

08/08/2010

Epilog  – „The New Man In Charge“

LOST ist längst Geschichte. Die Diskussionen sind in den zweieinhalb Monaten seit dem Serienfinale langsam abgeebbt und eigentlich ist alles gesagt. Deshalb sollte dieser Blog eigentlich auch langsam zur Ruhe gelegt werden. Doch noch ist nicht der Zeitpunkt, hier ein reines Informationsarchiv aufzumachen. Ein kleiner Teil fehlt noch. Und zwar der sagenumwobene finale Epilog, für den im Finale kein Platz war und der uns angeblich alle Fragen beantworten will. Nun ist er, wenige Tage vor dem DVD Release im Internet aufgetaucht und wird nun noch einmal für ein klein wenig Diskussionsstoff sorgen. Aber nur für ein klein wenig, denn erwartungsgemäß ist „The New Man In Charge“, so heißt dieses kleine Special keine Offenbarung. Aber sehen sie selbst, Damen und Herren…

Hier geht’s zum Video von „The New Man In Charge“

Der Erklär-Ben bei seiner Arbeit

Die 12 Minuten wirken natürlich wie ein etwas gekünstelter Versuch, ein paar kleinere Fragen zu klären. Nötig hätte man das, finde ich nicht gehabt. Ein kleines Zugeständnis für die kleinkarierten Fan-Nerds. Dazu muss Ben als Neue Insel-Nr.-2 nun den Erklärbär spielen und zwei Dharma-Überbleibsel, welche seit zwanzig Jahren ohne Nachzufragen (!!!) Lebensmittelpaletten packen sind die fragenden Fans. Die Lösung ist wie immer ein Dr. Cheng-Video. Wir erfahren Sachen, die wir eigentlich gar nicht wissen müssen (sein Alias, der olle „Huuuurley“-Bird) und Sachen, die jeder halbwegs intelligente Zuschauer schon geahnt hat (das ganze Eisbären-Szenario sowie die Schwangerschaftsthematik). Nett anzuschauen ist es trotzdem und Ben macht in der Rolle des Inselbotschafters eine tolle Figur. Das Dharma-Kapitel und die unsinnigen Foot-Drops werden nun endgültig geschlossen und auch so scheint Ben im Auftrag seines neuen Chefs unterwegs in einer Mission des Wieder-Gut-Machens zu sein. Zweiter Halt des Videos… Walt. Ja, musste ja sein. Viel neues Lernen wir nicht, außer das der junge Herr nun ein tristes Leben in der Santa Rosa Klinik lebt. Ach, und „Special“ ist er. War er ja schon immer. Er muss zurück auf die Insel, weil es seine Bestimmung ist, weil er noch einen Job zu erledigen hat. Evtl. kann er auch seinem toten Vater helfen, weiterzuziehen und die Insel zu verlassen. Ben entschuldigt sich fürs Kidnapping und Walt geht ohne zu fragen mit. Im Dharma Van wartet schon der neue „Jacob“, Hurley, der den Heimkehrer herzlich willkommen heißt. Wir müssen Walt’s Eigenschaften akzeptieren, welche auch immer sie sind. Dieser Epilog ist nett und lässt erahnen, dass Hurley sich als neuer Insel Protector sehr gut macht. Aber mehr auch nicht. Wie das Finale, wie die ganze Serie und überhaupt… es bleibt vieles unseren Gedanken überlassen. Die Serie als offenes Mysterium an sich. Ich hab das längst akzeptiert, auch ohne Epilog. Und wer es immer noch nicht hat, dem bleibt nachwievor einfach der Hinweis von Christian Shephard ans Herz gelegt… Lasst los, akzeptiert das Geschehene so, wie es geschehen ist. Leben geht ja irgendwie weiter.

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Der Weg als Ziel

07/06/2010

Ein abschließendes, kleines Fazit . . .

Gewohntes Bild: der Sommer kommt und LOST geht in die entsprechende Pause. Doch diesmal ist der entscheidende Unterschied, dass es aus dieser Pause nie wieder zurückkommen wird. Zwei Wochen nach dem Finale haben sich die Wogen der Diskussion langsam wieder etwas geglättet und während die ein Teil zufrieden damit ist, hadert ein anderer sicher noch eine Weile damit. Vielleicht werden diejenigen as auch früher oder später akzeptieren, vielleicht auch nicht. LOST wird in jedem Fall abgehakt… entweder als phänomenales Ereignis über das alleinige Fernsehen hinaus oder als nette TV-Abendunterhaltung, welcher am Ende jedoch, wie üblich, die Luft ausging. Das LOST besonders war, können aber die wenigsten Zuschauer leugnen. Es folgt der Versuch, ein kleines Fazit aus all dem zu ziehen.

"Guys, where have we been?"

Vom Ende kann und darf man halten, was man will… ich bin zufrieden, auch wenn ich es ein paar mal schauen und hinterfragen musste, um es zu verstehen. Missen möchte ich die letzten Jahre sowieso nicht, denn das sind die Erinnerungen, die bleiben. Leute, welche die Serie jetzt neu und in einem Durchlauf ohne die Pausen schauen können, werden zwar auch gebannt Folge für Folge schauen, aber diesen Prozess des jahrelangen Verfolgens nie nachvollziehen können. All das Hinterfragen, Theorienbilden und vor allem das Entwickeln der Sympathie für diese Figuren, welches ich in dieser Form noch nie bei einer TV-Serie erlebt habe. Diese Figuren sind das Zentrum der Serie. Denn während viele Zuschauer immer gern den Fehler machten, LOST als Mysterie-Serie mit Drama-Anteilen zu betrachten, betonten die Produzenten stets, dass es genau umgedreht wäre und die Figuren im Vordergrund stehen würden. Sie durchleben im Lauf der sechs Staffeln alle emotionalen Momente, welche man so im Leben mitnimmt. Freude, Trauer, Verlust, Wut, Unverständnis, Verrat, Enttäuschung, aber auch Liebe und Freundschaft. Wir beobachten diese Figuren und all das, was ihnen passiert. Der Unterschied ist, dass das Setting in diesem Fall eine mysteriöse Insel ist. Sicher eine ungewohnte Wahl, aber daraus ergibt sich auch der besondere Reiz dieser Serie, welche sicher in vielen Fällen Neuland betreten hat. Das fängt natürlich beim Folgenkonzept an, welches endlich vom jahrelang gängigen Einzelfolgen-Prinzip weggeht. Stärker als noch bei J.J. Abrahams Vorgängerprojekt „Alias“ bauen die Folgen von „LOST“ aufeinander aus. Es ist eigentlich kaum möglich, mal eine Folge zu verpassen und dann problemlos wieder hineinzufinden. Das ist natürlich Gift für alle Gelegenheitsgucker, welche dadurch natürlich vergrault werden, aber es ermöglicht eine spannende Konzeption und verlangt Einiges vom Zuschauer, womit wir gleich zum nächsten Pluspunkt kommen: LOST ist eine überaus intelligente Serie, welche vom Zuschauer gerade wegen dieses Konzeptes viel abverlangt. Vollgepackt mit allerhand Bezügen zur Weltliteratur, Hoch- und Popkultur oder auch Philosophie biedert sich LOST mit seinen Querverweisen geradezu an den Zuschauer an und ermöglicht so einen Blick über den TV-Tellerrand hinaus. Zumal nie alle Lösungen explizit formuliert werden und so ebenfalls etwas Interpretationsgabe und Nachdenken erfordern, gerade wenn kleinere Fragen erst zwei Staffeln später aufgeklärt werden. Hier führte in den letzten Jahren auch kein Weg an privaten Nachforschungen vorbei. Das Web-2.0.-Monster, welches LOST geschaffen hat ist sicher eine der beeindruckendsten Leistungen der Serie. Etwas Vergleichbares gab es vorher noch nicht und wird es sicher für eine lange Zeit nicht mehr danach geben. Millionen Menschen diskutierten, philosophierten und kommunizierten auf tausenden Seiten über die Serie, stellenweise mit den absurdesten Theorien, die man sich denken kann. Eine Pionierleistung, welche die Serie da vollbracht hat, geplant war dies sicher nicht. Ein glücklicher Zufall für die Macher, neben dem Segen aber auch gleichzeitig Fluch bedeutete. Denn das Monster, welches sie erschufen entwickelte ein ungeahntes Eigenleben. Die Theorien und Ideen hinter dem, was die Insel oder Smokey ist blühten auf und vereinahmten manchen LOST-Nerd komplett. So kreierten sich viele Fans ihr Bild von LOST im Kopf und mussten dann mit ansehen, wie ihre Vorstellungen von der Serie und ihrer Lösung von den Machern mit Füßen gedrehten wurden, weil diese es nämlich am Ende wagten, ihre eigene Geschichte zu erzählen und sich eben nicht von den Fans beeinflussen zu lassen. Doch die Story von LOST wurde so erzählt, wie sie erzählt werden sollte. Für manche in einer Richtung, welche sie so nicht akzeptieren konnten und wollten. Über die Jahre hin hatte sich die Erwartungshaltung ins Unermessliche gesteigert und konnte schon gar nicht mehr angebracht erfüllt werden. Am Ende musste nämlich bei allen Fragen, die man noch zur Dharma Initiative oder der Inselhistorie hatte, auch noch eine Geschichte erzählt werden und es ist höchst respektabel, dass es bis zum Ende hin immer das primäre Ziel der Seriengurus blieb, dies zu tun. Da war halt wenig Platz für Umwege, auch wenn das nicht gern gesehen wurde.

You'll be missed!

Doch war am Ende wirklich alles vorhergeplant? Sicher nicht in dem Maße, wenngleich sicher eine Idee von dem bestand, was die Insel denn nun genau sei und welche Rolle die Losties denn auf dieser spielten. Und da gab es im Laufe der Jahre sicher einige Widrigkeiten, mit denen man zu kämpfen hatte. Zum Einen wurde der Endpunkt der Serie erst in der dritten Staffel festgelegt (ein Umstand, der eher untypisch für TV-Serien ist, da die ja normalerweise solange laufen, bis die Quoten sinken), dann gab es noch einen Autorenstreik, welcher die vierte Staffel radikal einkürzte, diverse Story-Fehlentscheidungen (Bsp. Nikki/Paolo) oder auch Stress mit Schauspielern (Eko-Darsteller Adewale Akinnuoeye-Agbaje wollte bspw. aus der Serie rausgeschrieben werden), welche nicht mehr im gleichen Maße mitwirken konnten. Normale Sachen, die bei einer TV-Produktion Gang und Gebe sind, muss man sagen. Dies sollten Kritiker der Show sicher nicht vergessen, zumal es letztendlich etwas so Komplexes, wie LOST vorher in der Form noch nicht gab und da einige Fehler verzeihlich sind. Ich persönlich bin da jetzt nicht päpstlicher, als der Papst, denn so ein Mammutprojekt wie LOST zu stemmen und angemessen aufzulösen ist eine Aufgabe, die ich persönlich nicht haben möchte. Und wenn man nun zurückblickt, dann stellt sich die Frage, was einem in Erinnerung bleiben wird? Sind es etwa wirklich die Ungereimtheiten? Die Nadel im Heuhaufen oder das etwas sehr kitschige Ende? Oder bleiben die positiven Erinnerungen an die Figuren, die uns begleitet haben, die langen Diskussionen, die man mit Freunden on- und offline geführt hat, all die Vorfreude auf die neue Staffel oder die wöchentlich neue Folge, der Kampf mit den Spoilern und all die kleinen Gimmicks im Internet? Diese Erfahrung kann einem nicht mehr genommen werden und rückblickend betrachtet bot selbst die schwächste Folge damals noch einen gewissen Unterhaltungswert. Und erst die guten Folgen! Nie werde ich vergessen, wie sehr mich „The Constant“ nach dem ersten Anschauen bewegt hat. Und was für ein Gefühl transportieren bitte schön die Mindfuck-Anfänge von Staffel 2 oder Staffel 3? Aber, und das ist ja der Grundtenor am Ende, am meisten werden mir natürlich diese Figuren in Erinnerung bleiben, die einem ans Herz gewachsen sind und welche einen in ihrer Entwicklung immer wieder begeistert haben. Wer hätte gedacht, dass Redneck-Proll Sawyer am Ende so ein Sympathieträger wird oder dass der lustige Hurley am Ende eine so wichtige Aufgabe übernimmt? Oder die Läuterung eines Benjamin Linus, der überraschende Tod eines John Locke, sowie ein Protagonist Jack Shephard, von dem man zwischendurch echt die Schnauze voll hatte, weil er anscheinend alles verbockt hatte, nur um am Ende doch noch als strahlender Sieger der Serie vom Platz zu gehen. Und selbst eine Kate Austen gewinnt am Ende noch dazu. Wer hätte dies gedacht? LOST hat eine Grundvoraussetzung geschaffen, damit die Serie so begeistern kann… es hat Figuren gezeichnet, welche sehr verschieden waren, die einem aber alle auf unterschiedliche Weise ans Herz gewachsen sind. Das funktionierte auch aufgrund eines extrem gelungenen Castings mit tollen bis herausragenden Schauspielern. Einmalig in dieser Kombination und sicher auch einmalig in diesem Setting. Die Kulisse ist genauso beeindruckend gewesen, wie die Produktion. Von den Hochglanz-Aufnahmen auf Kino-Niveau bis zum tollen Score: LOST war wie ein einziger langer Film, welcher das Niveau für die TV-Serien auf ein neues Level hob. Nachfolgeprojekte, welche das Fahrwasser nutzen werden, müssen sich daran die Zähne ausbeißen. „Jericho“ und „Flash Forward“ sind schon gescheitert… who’s next? Eine Weile wird es sicher dauern, bis eine Serie wieder auf einem solchen Niveau begeistern und gleichzeitig frustrieren wird.

Folgt dem Licht...

Und es sei gesagt, dass natürlich nicht alles an LOST perfekt war. Aber wo gibt es eigentlich schon Perfektion im Leben? Und ist diese überhaupt erstrebenswert und zu verwirklichen? Am Ende bleibt LOST nämlich bei aller Philosophie und Lebenseinstellung nämlich vor allem Eines: ein Unterhaltungsformat. Und alle, die es gesehen haben, egal in welchem Zeitraum und mit welcher Intensität sollten sich am Ende einfach mal folgendes fragen: Wurde ich gut unterhalten? Und ich denke, trotz einiger Ungereimtheiten wird man diese Frage mit einem „ja“ beantworten müssen… und selbst wenn man sich viel aufgeregt hat, teils gleichermaßen euphorisiert wie frustriert war, so war man doch irgendwie von diesem Format gefesselt und hat sich in diese einzigartige Serienwelt reinziehen lassen. Und nur das zählt am Ende… die gute Zeit, welche wir mit dieser Serie verbracht haben. Christian Shephard würde mir zustimmen. Die Zeit kann uns keiner nehmen, wer sie bereut, der wird vielleicht trotzdem irgendetwas draus mitnehmen. Es ist jedem selbst überlassen, wie und ob er die Serie und ihre Auflösung für sich interpretiert. Man sollte es aber auch nicht überbewerten, denn LOST ist am Ende nicht das Wichtigste im Leben, sollte es ja auch nie sein. Aber es kann das Leben auf verschiedenste Art und Weise bereichern. Je nachdem, wie man es halt sieht. Also bleibt auch mir als Fan am Ende nichts anderes übrig, als „Namaste“ zu sagen und mich für diese unglaubliche Reise und spannende Geschichte zu bedanken, welcher ich in den letzten Jahren beiwohnen durfte. Alle die es noch nicht getan haben, sind dringend eingeladen, das in den nächsten Jahren nachzuholen. Ich gebe euch nur den Tipp, die Serie zu genießen, auch wenn ihr es dann nicht mehr über einen solch langen Zeitraum tun müsste. Mit der Reise von LOST endet prinzipiell auch die Reise von mir als kleiner LOST-Blogger. Der Blog wird natürlich noch nicht dicht gemacht, denn es soll ja weiterhin auch allen möglich sein, sich die Ansichten zu den einzelnen Folgen oder meine Version der relevanten Antworten zu lesen und zu kommentieren. Dennoch bereits an dieser Stelle ein kleines, feines „Dankeschön“ an alle, welche dieses letzte Stück mit mir zusammengegangen sind und hier regelmäßig vorbeigeschaut haben. Ihr seid alle ganz herzlich auch in Zukunft hier Willkommen! Aber Abschiednehmen und Loslassen ist halt auch nicht immer so einfach, das hat uns diese Serie ja mehrfach gezeigt. Deshalb ist dies ja auch kein Ende, sondern einfach nur eine kleine Zwischenstation im Leben oder um noch ein Zitat aus dem Finale zu bringen: I’m not leaving, just moving on!


Every question leads to another question …

29/05/2010

Es ging hochher in dieser Woche. Heftige Diskussionen über die Deutung des Finales, sowie letztendlich der gesamte Serie waren in allen gängigen Fanforen und Blogs zu hören. Selbst hier, auf meiner kleinen, beschaulichen Seite. Kurzzeitig hatte ich hier mal 200 Aufrufe täglich, was wirklich noch nicht vorgekommen ist. Danke an alle Besucher. Jetzt scheint sich der Sturm zu legen und knapp eine Woche nach dem Finale lassen entweder die letzten los oder verbeißen sich in ihrem Frust. Egal, auf welcher Seite man steht, es ist unbestritten, dass das Finale jetzt nicht allzuviel offene Fragezeichen beantwortet hat. Die Serie hat viel Raum zur Interpretation hinterlassen… teilweise sogar zu viel Raum, muss man sagen. Einige Sachen lassen sich wirklich scher beantworten und man gelangt oft in eine Sackgasse, wenn man sich über bestimmte Themen einen Kopf macht. Andere Fragen wiederum lassen sich relativ einfach mit etwas Nachdenken, Nachforschen und logischer Schlussfolgerung erklären. So handhabe ich es zumindest. Und um das auch nach dem Ende der Serie mit der Welt zu teilen, hab ich mir mal die wichtigsten Fragen vorgenommen und versucht sie für mein Verständnis zu beantworten. Da bin ich oft auch an meine Grenzen gestoßen, aber gelegentlich ergaben sich daraus ein paar gute, schlüssige Ideen. Manchmal steckt auch weniger dahinter, als man vermutet. Wie man es auch angeht… 100%ig korrekt kann man es sicher nicht machen. Ich habe trotzdem eine neue Kategorie in der oberen Leiste angelegt, welche schlicht und einfach „Antworten“ heißt und diese Fragen nach meinem Verständnis beantwortet. Der erste Teil ist jetzt online, der Rest folgt in den nächsten Tagen. Ihr seid herzlich eingeladen, da mal vorbeizuschauen. Evtl. kann man ja noch was Neues entdecken bzw. liege ich sicher gelegentlich auch ziemlich falsch. Einem regelmäßigen Überarbeiten steht deshalb natürlich nichts im Weg…


Hinter der Tür …

26/05/2010

Ein paar weiterführende Gedanken zum Serienfinale

Die Trauervearbeitung über das Serienende ist genauso im vollen Gange, wie die Diskussionen darüber. Am Ende lässt LOST überraschend viel Platz für Deutungen. Mehr, als den meisten sicher lieb ist. Ich schließe mich da gar nicht mal so sehr aus. Wie dem auch sei, ein bescheidener normaler Blogeintrag reicht da für das Finale aller Finals natürlich nicht aus. Deshalb soll es jetzt noch mal mit etwas Abstand, Grübelei und dem Einfluss diverser Erfahrungsberichte speziell um das Ende gehen, welches die Grundlage für all die Diskussionen ist. Also noch mal kurz zum Nachdenken…

Der beste Freund des Menschen...

Dabei ist die Inselhandlung eher von nebensächlicher Bedeutung. Hier gibt es zwar am Ende natürlich noch einige offene Fragen über die Geschichte der Insel (bspw. wer den magischen „Stöpsel“ da hin platziert hat), aber offene Handlungsfäden gibt es eigentlich kaum, was ja durchaus im Sinn der Sache liegt. Also, halten wir mal eben Folgendes fest. Jack stirbt nach seiner Quellen-Rettungs-Aktion den großen Heldentod dort, wo vor sechs Jahren alles begonnen hat. Er wirkt glücklich und ist sich dieses finalen Bildes, als auch Vincent mit dazukommt, und dessen Ironie vielleicht durchaus bewusst. Außerdem sieht er ein Flugzeug über die Insel fliegen. Dann schließen sich seine Augen und das letzte Kapitel mit ihnen. Natürlich kann man jetzt wild spekulieren, welches Flugzeug wir da sehen. Ich denke, die Annahme, dass es das Ajira Flugzeug ist, ist die plausibelste und schlüssigste. Und es würde Jacks Lächeln erklären, der sich freut, dass es seine Freunde von der Insel geschafft haben. So sind am Ende also Kate, Sawyer, Claire, Richard, Miles und Teufelsflieger Frank offensichtlich lebend von der Insel heruntergekommen. Eine interessante Kombination. Was aus ihnen geworden ist, werden wir nie erfahren. Claire wird sich um Aaron kümmern, Kate vielleicht um Yi Jeon, wenn sie darf. Sawyer hat ja auch noch ne Tochter, Richard ein Mittelos-Imperium und Miles jede Menge geklauter Diamanten von Nikki und Paolo. Und Frank? Der bleibt einfach Frank. Es ist auch alles nicht so wichtig. Vielleicht bekommen sie auch Besuch vom neuen Inselmanagement. Hurley bleibt zurück, übernimmt die Rolle des neuen Wächters mit Ben an seiner Seite. Die Rahmenbedingungen sind dabei völlig andere, als dies bei Jacob der Fall war. Ben spricht ja auch von einem neuen, besseren Weg. Zum einen ist Hurley einfach ein anderer, direkter Typ, der sich nicht viel aus Verschwiegenheit und Geheimniskrämerei macht und zum anderen ist da auch kein böser Gegenpol auf der Insel, wie im Falle von Smokey. Der war ein enormer Unsicherheitsfaktor, den Jacob verursacht hat und dessen Zerstörung er anscheinend genauso sorgfältig geplant hat, wie sein Bruder es mit seiner tat. Darum sind die Losties dort gelandet, wo sie gelandet sind. Hurley und Ben werden diese Probleme nicht mehr haben. Auch hat Ben seine Fehler eingesehen und wird nicht mehr nach dem Tron greifen. Es scheint so, als wäre die Regentschaft der beiden gut verlaufen. Und so gern wir es irgendwie sehen würden, wir müssen es bei der Phantasie belassen…

Erlösung für den Helden

Entscheidender ist da natürlich die Erzählebene der Flashsideways. Wie auch immer man sie nun am Ende nennen will, entscheidend ist nicht der Name, sondern ihr Wesen. Dafür gibt es unterschiedliche Begriffe aus unterschiedlichen Religionen und Denkweisen. Religionen sind aber eher nebensächlich und überflüssig, hier bewegen wir uns in spirituelle Bereiche. Wer will kann auch die Atombombe dafür verantwortlich machen, aber ich bleibe beim guten alten „Whatever Happened, Happened“… sie war letztendlich nur Mittel zum Zweck und der Zuschauer sollte das als Ausgangspunkt und Grundlage für die alternative Zeitlinie in der finalen Staffel nehmen. Aber na ja, ist ja nicht das erste Mal, dass uns die Serie aufs Glatteis führt. Es handelt sich um eine Art Zwischenstufe nach dem Tod… kein Fegefeuer im klassischen Sinne, denn für die Hölle sieht’s da ja eigentlich ganz beschaulich auf. Eine eigens geschaffene Welt, die losgelöst von jeder Zeit existiert und all die Personen beinhaltet, welche mit dem Zeitraum zusammen hängen, der den Losties am Wichtigsten war, nämlich den Geschehnissen rund um den Absturz von Flug 815. Diese Figuren und die Geschichte als solches sind das Essentiellste im Leben der Personen gewesen, welche wir in den letzten Jahren liebe gelernt haben. „Live Together“ heißt halt auch „die together“… Und früher oder später sterben halt alle Menschen und dann haben sie die Chance noch mal mit allen Personen zusammen zu sein, welche ihnen wichtig sind. Nicht jeder schafft es da hinein… Michael und andere tote Losties, welche wir nicht gesehen haben, stecken sicher noch auf der Insel fest, weil sie halt einiges falsch gemacht haben. Die Sideways besitzt eine Art Bindung, welche noch zum irdischen Leben besteht und welche man erst loslassen muss, um wirklich weiter zu ziehen… wo auch immer das sein wird. Diese Personen existieren unabhängig voneinander. Klar, man kann sich jetzt auch sagen, dass alle Sideways-Handlungen, welche wir gesehen haben auf Jack’s Phantasiewelt beruhen, die er kurz nach seinem Tod im Bambusfeld betreten hat, aber ich mag die andere Vorstellung lieber, zumal ja jeder auch Handlungsstränge unabhängig von Jacks Leben hat.

Erste Zweifel

Jack ist also tot, so viel steht fest. Vieles spricht dafür, dass er diese Welt pünktlich zum Staffelstart der finalen Staffel, also im Flug von Oceanic 815 betreten hat. Er wirkt anfangs noch etwas verwirrt und fehl am Platz, scheint sich ein wenig zu wundern und ausgesprochen nervös zu sein. Für die meisten Losties, besonders für Jack, ist die Insel sozusagen Segen, wie Fluch gleichzeitig. Trotzdem ist es verständlich, dass sie in dieser Welt auf dem Meeresboden liegt und all das nicht passiert ist bzw. dass der Neustart mithilfe von „Jughead“ gelungen ist. Ein einschneidendes Erlebnis halt. Und so wandeln alle Losties in dieser Zwischenwelt, erinnern sich aber nicht wirklich aneinander. Versatzstücke und Erinnerungen an ihr früheres Leben beherrschen dies aber. Jack wundert sich bspw. warum er eine Blinddarmnarbe hat, da er sich an die angebliche OP in seiner Kindheit nämlich nicht erinnert. Locke sitzt im Rollstuhl, weil er geistig immer noch nicht von ihm loslassen konnte, Sayid will Nadja, kann aber nicht mit ihr zusammen sein. Unabhängig davon, dass er auch hier ein Killer ist. Sawyer wünscht sich, er wäre auf der guten Seite des Gesetzes, was aber nichts daran ändert, dass ihn die Vergangenheit nicht loslässt. Das tut sie bei keinem, egal in welcher Form. Obwohl einige Rahmenbedingungen sich geändert haben, ändert es nichts daran, dass die Losties auf ihre Art und Weise immer noch ein wenig „lost“ und auf der Suche nach etwas sind. Kate ist immer noch auf der Flucht, Locke im Rollstuhl, Ben hat Probleme, sich für das Richtige zu entscheiden. Na ja, man erkennt die Zeichen. Gerade bei Jack, welcher sich so sehr wünscht,  ein besserer Vater zu sein, als sein alter Herr, dass er gleich mal einen Sohn (der vermutlich deshalb aussieht, wie ein Klon von ihm) erschafft, mit welchem er daran arbeiten kann. Es gibt so viel kleine Zeichen und Momente, die man deuten kann in dieser Ebene. Allein die ganzen zufälligen Begegnungen da drin und die permanenten Selbstzitate… Erinnerungen, besondere Ereignisse, welche für die Figuren von Bedeutung sind und waren. Das muss man nicht mögen, aber als die Definition dieser Zwischenwelt muss man halt akzeptieren, wenn man das Ende begreifen möchte.

No More Daddy Issues

Ich selber bin kein großer Fan von übernatürlichem Kram und anfangs kam ich, obwohl ich die Serie bisher stets akzeptiert und mich von ihr hab leiten lassen, irgendwie nicht mit diesem Finish klar. Der Schock ist dabei aber weniger durch das inhaltliche Ende als solches bedingt, als vielmehr durch den Tenor, den es verbreitet. Das Herunterbrechen der Geschichte auf die reinen, von uns liebgewonnenen Charaktere ist der eigentliche Clou der Sache. All der Rest wird zur Nebensache. Fragen zu Plotholes? Antworten zu Mysterien? Pfff, Pustekuchen! Alles was zählt sind die Menschen, die Figuren, welche wir in den letzten sechs Jahren kennen- und lieben gelernt haben. Alles was sie erlebt haben, haben sie erlebt und alles, was sie taten, taten sie aus einem bestimmten Grund, manchmal aus freien Stücken, manchmal auch weil das Schicksal es forderte. Wenn wir jetzt noch „Faith“ gegen „Science“, sowie Schwarz gegen Weiß auftreten lassen, haben wir die Grundkonflikte der Serie ja schon zusammen. Desmond fasst das alles ja ganz trefflich zusammen, bevor er zur Quelle hinabsteigt. Er hat keine Angst mehr vor dem Leben, weil er die andere Seite gesehen hat. Und mir eine bessere Welt, in der all die Konflikte auf der Insel nicht mehr von Bedeutung sind, da man mit denen zusammen sein kann, die einem am Meisten bedeuten. Höchstwahrscheinlich hat Desmond aber keine genaue Ahnung, was er da gesehen hat, aber er wollte lieber dort sein, als auf der verfluchten Insel. Jack musste erst sein Ziel, den Tod Smokeys und die Rettung der Insel, erreichen, bevor er abtreten konnte und in jener Welt landet, wo die Insel und all das keine Bedeutung hat, sondern die Lösung und Quintessenz in etwas ganz einfachem liegt: im persönlichen Glück. Für viele ist es die Liebe zu einem Partner, für manche ist es einfach die Möglichkeit noch einmal mit den Leuten zusammen zu kommen, die einem viel bedeutet haben. Doch man irrt erst ein wenig blind in dieser Welt herum, bis man sich erinnert, warum man eigentlich hier gelandet ist. Desmond fungiert hier als Vermittler, da er halt gesehen hat, was er gesehen hat. Andere, ausgewählte Personen, wie bspw. Eloise Hawking wissen ebenfalls davon Bescheid. Aber sie bleibt, zusammen mit anderen, die nicht bereit sind, von ihren Erinnerungen loszulassen, noch da. Solange, wie sie halt muss. Auch Ben bleibt noch etwas zurück, vielleicht weil er noch ein paar Dinge mit Alex klären muss oder weil er dann dafür verantwortlich ist, Leute, wie bspw. Miles, Rousseau, Ethan oder andere Personen aus seinem Leben zu beobachten und diese dann zur Weiterreise zu bringen, wenn es für sie an der Zeit ist. Zeit, loszulassen und weiterzugehen, vielleicht zur endgültigen Ruhe.

Gang ins Ungewisse

Jack braucht am Längsten dafür, schafft es aber am Ende auch den eigenen Tod und all das Geschehene, für das er sich schuldig führt, als gegeben und unveränderbar zu akzeptieren. Es gibt einige Religionen und Glaubensrichtungen, welche an diese kurze Zwischenwelt glauben, sagt Matthew Fox. Manchmal kann sie nur ein paar Sekunden dauern, manchmal viel, viel länger. Vielleicht erlebt Jack alles was er in den Sideways der sechsten Staffel durchlebt hat am Ende in den paar Sekunden im Bambuswald, bevor sich eine Augen schließen. Das sei mal zur Interpretation frei gegeben, aber der Schnitt und sein Lächeln könnten auch so gedeutet werden, dass die Handlung in der Kirche parallel zur Inselhandlung abläuft. Christian Shephard geht durch die Tür und alle anderen sind eingeladen, dem Hirten ins Licht zu folgen. Sie haben ihr Ziel erreicht, sich wiedergefunden, für vergangene Sachen entschuldigt und wirklich losgelassen. Jack kann sich bei Juliet für den Tod entschuldigen, genauso wie Locke bei Boone und überhaupt. Auch Locke vergibt Ben am Ende und die Fragen sind geklärt. Alle haben sich wiedergefunden und ihr Schicksal, welches wir sechs Jahre lang mit verfolgen durften, akzeptiert. Alles ist erreicht, man kann gehen. Diese finale Botschaft von LOST, die Akzeptanz des Geschehenen kann nun, wer möchte auch gern, auf eine Metaebene übertragen werden. Ein Schelm, der den beiden Produzenten Lindelof und Cuse dabei keine Absicht unterstellt. Zumindest könnte man schon ein wenig darüber schmunzeln. Die Insel und all das? Nicht so wichtig. Durchaus auch als fadenscheinige Notlösung gültig… für eine Serie, die stets auf Mysterien beruhte. Dieser Teil mag etwas unbefriedigt zurückgelassen werden, aber es sind halt nicht nur die Fragen, die wichtig waren und die LOST zu dem gemacht haben, was es ist. Es sind auch mehrheitlich die Figuren, diese besondere Zusammenstellungen an Charakteren und die Reise die sie zusammen gegangen sind. Das ist das entscheidende. Diese Reise war spannend und voller Geheimnisse und Geschichten, die unabhängig von der Tatsache, dass es eine mysteriöse Insel mit allerhand seltsamen Kram ist, eigentlich nur normale Lebenserfahrungen widerspiegelten. Erfahrungen, welche wir alle mal machen werden. Liebe, Tod, Verlust, Betrug, Schuld, Freue, Leid… usw. Außer das wir keine Zeitreisen und Rauchmonster mit dabei haben. Bei allem Nerdismus und Herumrätseln, hat LOST am Ende einfach eine zutiefst menschliche Botschaft. Und das war der entscheidende und überraschende Twist am Ende, mit dem wir uns jetzt auseinandersetzen müssen. Und erst wenn wir das schaffen, können wir Fans halt auch von der Serie loslassen und weiterziehen.


Erlösung

25/05/2010

6×17 / 6×18 – The End

Beginn des ersten und letzten Arbeitstages

Das war’s nun also. Schluss! Aus! Vorbei! Das Ende von LOST ist nicht viel anders, als die Show als solches… Verwirrend, Streitbar, Frustrierend und Befreiend gleichzeitig, sowie natürlich hochgradig diskutier- und interpretierbar. Die Wellen schlagen hoch, von „himmelhoch jauchzend“ bis „zu Tode betrübt“ sind alle Meinungen vertreten und alles erlaubt. Es liegt, wie immer im Auge des Betrachters und an den persönlichen Erwartungen an die Lösung der Serie. Die ist natürlich nicht eindeutig ausgefallen, sondern stellt mit metaphysisch-philosophischen Gedankengängen die Serie zum Ende noch mal auf eine neue Stufe. Ob man es nun mag oder nicht, aber die Macher der Serie sollten hinterher nicht sagen, sie hätten es nicht kommen sehen. Denn die Entscheidung, sich im Finale komplett den Figuren und deren Charakterlösung zu widmen und dabei sämtliche noch offenen Fragen und Wissenslücken der Interpretation des Zuschauers zu überlassen, ist schon eine krasse. Das sorgt für einen ganz eigenen Grundtenor des Finales. So viel zu erzählen und so wenig Platz. Wo fängt man beim Ende an? Vermutlich bei dessen Anfang.

Duell der Blicke

Die Fronten sind verhärtet und die Ziele sind klar. Alles trifft sich bei der sagenumwobenen Quelle. Jack als neuer Insel-Chefverwalter macht sich mit Hurley, Sawyer und Kate auf dem Weg, Desmond zu holen, Jacobs letzter großer Trumpf im Ärmel. Und auch Smocke ist hinter dem sympathischen Schotten hinterher. Er muss aber feststellen, dass ihm da schon jemand zuvor gekommen ist. Bei diesem jemand handelt es sich um Rose, Bernard und den ollen Vincent, welchen wir sympathischerweise mal wieder zu Gesicht bekommen. Das pazifistische Rentnerpärchen wird einfach nicht in Ruhe gelassen, so scheint es. Kurze Zeit später taucht nämlich Smokey auf und bedroht die beiden, um Desmond zu zwingen, sich ihm anzuschließen. Gesagt, getan! Alle wissen, was zu tun ist. Desmond soll die Insel zerstörren, das will zumindest der Man in Black. Jack will Desmond als Waffe einsetzen, Smokey ein für allemal aufzuhalten. Der spontane Plan beruht wohl darauf, dass Jack aus dem Bach der Erkenntnis einen kräftigen Schluck genommen hat. Sawyer weist auf den langen Trickbetrug hin, den anscheinend bereits Jacob schon in der Hinterhand hatte. Oder auch nicht. Jedenfalls findet Jack, ob alleine oder nicht, sein persönliches Loophole, von dem Smokey in seiner blinden Wut nichts zu ahnen scheint. Man trifft sich zum High Noon und marschiert nun gemeinsam zum Zentrum der Insel. Jack, Locke und Special-Desmond machen sich nun gemeinsam auf, ihr Schicksal zu erfüllen. Der Rest kümmert sich dann wohl eher ums eigene Überleben. Miles und ein immer noch recht putzmunterer Richard verfolgen weiterhin ihren Plan von der Flugzeugsprengung, zumindest solange bis die beiden auf der Überfahrt Richtung Hydra auf den quicklebendigen, im Wasser treibenden Frank Lapidus treffen. Keine U-Boot-Tür dieser Welt kann den Mann aufhalten! Gut zu wissen, denn immerhin ist er der einzige, welcher das noch intakte Ajira Flugzeug fliegen kann. Was’n Zufall aber auch! Desmond nimmt seine Aufgabe, von der erstaunlicherweise anscheinend genau weiß, was sie beinhaltet, ohne Widerrede an. Angst hat er immer noch nicht, denn er hat die andere Seite gesehen und somit den einzig wirklich großen Twist dieses Finales durchschaut.

Ohne Worte...

Nichts mit Paralleluniversum oder gedankenmanipulierter Zukunft… die Flash-Sideways sind das Ende! Oder vielmehr die Zwischenstufe auf dem Weg dahin? Ich hab hier schon mal den Begriff „Nirwana“ vor ein paar Wochen in den virtuellen Raum geworfen. Man kann das alternativ auch Jenseits, die andere Seite oder auch neudeutsch „Afterlife“ nennen. Starker Tobak, der gar nicht so stark ist, wenn man die Zeichen richtig deutet. Ich meine, haben wir uns nicht alle über die permanenten Zufälle gewundert, bei denen sich in dieser Welt die Losties über den Weg rennen oder mit allerhand Selbstzitaten um sich werfen? Die Welt ist halt kein Dorf, sondern letztendlich die Manifestation unserer Erinnerungen. Und Desmond hat es gecheckt, weil er die andere Seite gesehen hat, genauso wie Charlie vor ihm. Bereits mit dem ersten Flash nach der Hatch Implosion damals hatte Desmond evtl. schon einen Ausflug dahin unternommen, oder halt durch die Zeit. Jetzt macht es seine Widerstandsfähigkeit gegenüber Elektromagnetismus möglich beide Seiten zu sehen- das diesseits und das jenseits. Und deshalb hat Desmond auch keine Angst mehr vor dem Tod, weil er weiß, dass da eine andere Welt auf ihn wartet, in welcher er mit den Menschen glücklich vereint sein kann, welche ihm am meisten bedeuten. Jack kauft ihm die Nummer noch nicht ab, aber Desmond ist bereit, steigt die Quelle hinab und findet sich im Kern der Insel. Hier bündelt sich das Licht der Insel, all ihre magischen Kräfte. Und wenn man den Stöpsel zieht, dann sind die Kräfte flutsch und weg! So einfach kann und muss man es verstehen. Und was auch immer Desmond sicher durch das Ziehen des Stöpsel erhoffte- höchstwahrscheinlich eine Flucht von der Insel- es gelingt ihm nicht. Das Licht geht aus, die Hölle bricht sinnbildlich aus und Smocke scheint am Ziel seiner Träume. Doch mit einem entscheidenden Faktor hat er bei aller sonstigen Überlegenheit nicht gerechnet. Wenn die magischen Kräfte der Insel weg sind, dann auch die, welche Smokey bisher zu dem gemacht haben, was er war. Er ist nun nicht nur gefangen im Körper von John Locke, sondern auch sterblich. Sein Wunsch, am Ende wieder einen Körper zu haben, entpuppt sich als sein entscheidender Fehler. Die Apokalypse bricht mitsamt einem anständigen Monsunregen über die Insel herein und droht sie, im Meer zu versenken. Rette sich wer kann… Lapidus, Richard und Miles versuchen das Flugzeug so gut zu flicken, wie sie können, der Rest macht sich auf dem Weg dahin. Jack und der Mann in Schwarz rüsten sich zu einem finalen Showdown an den Klippen. Mann gegen Monster, aber die Chancen sind erstmals für beide gleich. Doch Jacobs Bruder bekommt seine Flucht nicht, am Ende rettet Kate Jack das Leben und erweist sich am Ende doch noch als überaus nützlich. Das Monster ist tot, aber die Insel damit noch nicht gerettet. Die Parteien trennen sich noch einmal und sagen ein finales Lebewohl.

Das neue Management übernimmt

Kate und Jack finden endlich zueinander und sehen sich dann vermutlich im nächsten Leben, Brother. Jack muss die Quelle wieder zum Laufen bringen, während der Rest zum Flugzeug unterwegs ist. Schwer verletzt schleppt sich Jack mit Hilfe von Hurley und Ben zur Quelle um dort seinem finalen Schicksal entgegen zutreten. Dafür wurde er ausgewählt. Jack kündigt seinen Job nach nicht mal einem Arbeitstag und gibt ihn an die Person weiter, welcher er am ehesten vertraut: Hurley! Die Aufgabe, die Jack erwartet ist eine ohne Wiederkehr. Hurley ist sich dessen bewusst. Es heißt Abschiednehmen. Desmond wird auch noch gerettet und in den wohlverdienten Feierabend geschickt. Die Insel ist nun fertig mit ihm und er kann sie verlassen. Lebendig vor allem. Jack wird dieses Schicksal nicht mehr zu Teil, er erreicht die Quelle, bringt sie wieder zum Laufen, rettet so die Insel und ermöglicht seinen Freunden die Flucht. Hurley und Ben bleiben als unfreiwillig zusammenarbeitendes Inselbeschützer-Dreamteam zurück. Spin-Off bitte erwünscht! Und das Flugzeug? Das hebt natürlich ab, denn wenn es einer schafft, diesen Vogel zu fliegen, dann Frank J. Lapidus. Sawyer, Kate und Claire schaffen es vorher auch noch an Bord. Sie sind nun frei und können sich um Aaron kümmern. Richard ist auch befreit, da er nun weiß, dass er sterblich ist. Das Leben beginnt oder geht weiter. Selbst wenn es schon längst vorbei ist.

Blinded by the light . . .

Die Grundfrage besteht, wann man akzeptiert, dass es weitergeht. Für alle Losties im Allgemeinen und für Jack Shephard im Speziellen. Die Frage, ob da noch etwas nach dem Tod kommt, beantwortet LOST für sich also mit einem klaren, lauten und hochemotionalen „Ja“. So laufen die Fäden im Jenseits nun endgültig zusammen. Es landen da sowieso alle, weil sie sich eine Welt geschaffen haben, in der sie mit den Menschen zusammen sein können, die ihnen wirklich etwas bedeutet haben. Und die Zeit auf der Insel ist die bedeutendste im Leben dieser Figuren gewesen. Deshalb trifft man sich nach dem Tod wieder. Reunion im Jenseits. Die Liebe macht es am Ende möglich. Letztendlich sind alle hier und miteinander verknüpft, ohne dass sie sich aneinander erinnern. Erst einschneidende emotionale Erlebnisse lassen ihre Erinnerungen aufblühen. Jemand, wie Desmond oder Charlie, welche die andere Seite gesehen haben, können nun davon zeugen und die Leute insofern manipulieren, dass sie sich ebenfalls an ihr Leben erinnern. Das ist Desmonds großer Masterplan. Die Leute sollen sich an alles was passierte, erinnern, um so eben davon loszulassen. Sie sollen akzeptieren, was sie hatten und haben und das es okay ist, wie es gelaufen ist. Sayid Jarrah muss sich von seinen Schuldgefühlen genauso befreien, wie ein geschundener John Locke. Das Schlechte, was ihnen in dieser Afterlife-Welt passiert, passiert nur, weil sie nicht loslassen und das Geschehene akzeptieren können. All das Kämpfen, all das Leid macht, wie Desmond es vor der Quelle schon feststellt, wenig Sinn. Alles was zählt, ist die gemeinsame Erinnerung und Liebe an dieser wichtige Zeit.

Die Reise geht weiter

Genauso ist es mit Jack Shephard, welcher dann ironischerweise im Finale am Längsten braucht, um zu erkennen, wo er sich befindet. Vater Christian hilft auf die Sprünge. Jack erinnert sich an das Leiden der Menschen und wie er versucht hat, ihnen zu helfen. Er schafft sich einen Sohn, den er nie hatte, um mit seinen Gefühlen fertig zu werden, um eine Rechtfertigung für alles zu finden. Doch nichts von dem ist von essentieller Bedeutung. Am Ende zieht die Karawane weiter, in was auch immer das als nächstes kommt. Christian Shephard geht voran und der Rest kann sich nun entscheiden, ob er loslässt und den Tod akzeptiert oder ob ihn, wie bspw. Ben, noch etwas in dieser, sagen wir mal, Zwischenwelt hält. Und es gibt sie so viele Möglichkeiten und Wege das Gesehene zu interpretieren. Dafür reichen gerade Zeit und Gedankenwindungen nicht aus. Mehr zum Finale und der Botschaft, welche sie uns gibt, in den nächsten Tagen an dieser Stelle. Für das erste zählt nur dieses Ende und die Erkenntnis, auch als Zuschauer langsam loszulassen von dieser fiktionalen TV-Welt. Aber ein wenig dran festhalten dürfen wir, denke ich durchaus noch. Und dies war nur ein Teil meiner Gedanken zum Serienfinale. Den Rest gibt es hier!


Finalstimmung

23/05/2010

Man muss schon als Fan der Serie unter einem Stein gelebt haben, um es nicht mitzubekommen, aber heute nacht (deutscher Zeit) ist es tatsächlich soweit: LOST endet! Und das in einem zweieinhalbstündigen Finalevent. Filmniveau hatte die Serie ja sowieso schon immer. Und auch wenn man es noch nicht wirklich realisieren will- zumindest ich nicht- aber morgen um diese Zeit wird es für die meisten von uns wohl wirklich vorbei sein. Die Erwartungshaltung ist riesig und was dieses Finale auf keinen Fall schaffen wird, ist, diese zu erfüllen und es allen recht zu machen. Und es wird auch nicht alle Fragen beantworten. Was wird es statt dessen? Schlicht und einfach enden und die Geschichte der Figuren, welche uns in den letzten sechs Jahren ans Herz gewachsen sind, beenden. Ein möglichst runder Abschluss der ganzen Handlung wäre wünschenswert. Ob es klappt, wird sich zeigen. Es bleibt mir als kleiner bescheidener Blogger einfach nur, allen Fans der Serie da draußen wirklich unterhaltsame und tolle letzte Serienminuten zu wünschen! Zelebriert das Ende so, wie ihr es für angemessen haltet und bitte, bitte haltet euch nicht an Kleinigkeiten oder Logiklücken auf. Die gab’s schon immer… lasst euch die Geschichte so zu Ende erzählen, wie sie zu Ende erzählt werden möchte. Denn dann wird es auch funktionieren und unterhalten. Denn darauf kommt es am Ende ja an. Alles bis zum heutigen Tag war nur Fortschritt, jetzt endet es… ein für alle mal!


Der Kreis beginnt sich zu schließen

20/05/2010

6×16 – What They Died For

Da sind wir nun also. Am Ende. Zumindest beinahe. Technisch gesehen ist diese Folge noch nicht das eigentliche Finale, aber dramaturgisch fungiert sie als finaler Prolog. Das Ende ist nicht nur nahe, es ist wirklich präsent. Nach dem kurzen und viel diskutierten inselhistorischen Exkurs in der Vorwoche werden wir wieder in die Lebenswelten unserer geliebten Figuren geworfen und bewegen uns dort auf deren Lösung zu. Denn darauf wird es ja hinauslaufen, wenngleich man da noch nichts Konkretes erkennen kann. Aber die finale Folge vor dem Staffelfinale diente bisher stets dazu, die Fäden wieder etwas enger zu ziehen und die Figuren auf dem dramaturgischen Schachbrett dahin zu manövrieren, wo wir sie im Finale benötigen. Hier geschieht nichts anderes, aber dafür mit einer ordentlichen Portion Spannung und Dramatik.

Missverstandene Hilfsdienste

Als ultimativer Fadenzieher in der Sideways-Welt entpuppt sich einmal mehr Super-Desmond, der nun konsequent auf die Déjà-Vu’s der Losties hinarbeitet. Er will ihnen helfen, loszulassen… und sich zu erinnern. Was ihn auf diesen Pfad der Erleuchtung brachte und warum er dies nun wirklich tut, wird uns fürs Finale aufgespart. Der Ort des Showdowns scheint dabei schon festgelegt zu sein: ein Konzert. Ungewohnt, aber stilsicher, denn es sieht so aus, als würden alle relevanten Figuren bei diesem Konzert auftauchen. Jack’s Sideways-Sohn David wird vermutlich spielen und Neu-Tante Claire kommt sicher auch gleich mit. Wer war gleich noch der andere Musiker? Richtig, Daniel Faraday wäre ja da auch noch designiert für einen Slot, mitsamt seiner Eltern. Charlotte wird sowieso da sein, genauso wie ihr Kumpel Miles, sowie Kollege Sawyer. Das Museum, welches das Konzert abhält ist ja auch jenes, wo Hurley ordentlich Geld für gesponsort hat. Noch irgendjemanden vergessen? Ben vielleicht?

French Affair?

Der bekommt seinen persönlichen Moment des Erwachens durch erneutes Vermöbeln durch Desmond. Und dann freundet er sich auch noch mit Mutter Danielle Rousseau an für dessen Tochter Alex er ja sowieso schon ein Ersatzvater ist. Eine Liebesgeschichte der eher ungewohnten Art und Weise. Noch jemand? Jack’s Ex-Frau kommt, bei der es sich höchstwahrscheinlich um Juliet handelt, die hier auf Sawyer treffen wird. Und sicher noch diverse andere Bekannte, die im Publikum sitzen werden. Kate und Sayid werden von Desmond, Hurley und einer bestechlichen Ana-Lucia aus dem Gefängnis geholt und für den Abend aufgepeppelt. Alles läuft nach Desmonds Plan. Die Ouvertüre für das finale Konzert läuft sozusagen schon. Und Locke? Der wird sich sicher auch hier einfinden, jetzt wo er bereit ist, sein Schicksal zu ändern und loszulassen. Die Spannung in dieser ominösen alternativen Welt ist spürbar. Die Auflösung folgt…

Guess who's back again?

Auf der uns bekannten Insel verhält es sich natürlich ähnlich. Der falsche Locke ist stinksauer, dass einige der Kandidaten seine U-Boot-Falle überlebt haben. Töten kann er sie dennoch nicht, also muss er jemand anderen finden, welcher diesen Job übernimmt. Und wer eignet sich da bekanntermaßen besser, als jemand, der diesen Job schon mal inne gehabt hat? So soll es nun Benjamin Linus, Jacobs Mörder, richten. Der spielt, wie immer ein undurchsichtiges Spiel. Ben in alter Höchstform. In seinem alten Haus in Dharmaville angekommen, wird das Sprengstoffkommando um ihn, Miles und Richard spontan von Charles Widmore mitsamt linker Hand Zoe überrascht. Wiedersehen zweier alter Feinde. Doch Charles betont, dass er auf Jaocbs Seite steht, immerhin hat dieser ihn damals höchstpersönlich besucht und berichtet, was denn zu tun ist. Primär musste Desmond wieder auf die Insel. Er ist der menschliche Failsafe-Key! Jacobs Joker im Inselpoker. Das war Widmores Aufgabe, die er noch für die Insel zu erledigen hatte. Und immer wenn das erledigt ist, wissen wir ja, was als nächstes ansteht: der Tod! Zoe wird aufgeschlitzt und Charles Widmore in dem Moment von Ben erschossen, als er dem MIB seine Absichten mit Desmond ins Ohr flüstert. Späte Rache für den Tod von Alex oder wollte Ben am Ende Desmond schützen? Ich meine, verhandeln braucht man mit Smokey eh nicht.

Alle suchen Desmond

Richard wollte es versuchen, aber der wurde kurzerhand von Smokey im hohen Bogen durch einen Baum geworfen. Ben geht also auf Nummer Sicher, ist er doch seit jeher an einem eigenen Überleben interessiert. Aber es ist durchaus im Bereich des Möglichen, dass er am Ende doch auf der Seite der Guten steht, ich tippe sogar darauf. Denn was würde ihm die Insel nutzen, wenn niemand mehr auf ihr lebt und er ohnehin schon alles verloren hat? Bzw. wenn die Insel gar nicht mehr existiert. Der neueste Plan des Mannes in Schwarz soll das ultimative Ende des verfluchten Eilandes besiegeln. Und Desmond ist der Schlüssel zu all dem. Was für ein Cliffhanger aber auch. Dazu muss er aber den Failsafe-Schotten finden. Der ist dem Brunnengefängnis nämlich entkommen. Doch wer hat ihn befreit? Und wer bekommt ihn als Erstes in die Hände? Die Jagd ist eröffnet.

Überfällige Gesprächsrunde

Die von Jacob handverlesenen Kandidaten haben dies längst erkannt und machen sich auf die Suche. Da bleibt nicht viel Zeit zum Trauern um die verlorenen Freunde. Das Ziel ist klar: der falsche Locke muss gestoppt werden, wie auch immer das gehen soll. Jacob weiß es auch nicht wirklich, aber es obliegt auch nicht mehr seiner Macht, dies zu entscheiden. Er hat unfreiwillig gekündigt. Nun läuft ihm die Zeit weg. Bzw. brennt sie in Form eines Lagefeuers ab. Gefüllt mir seiner eigenen Asche erlaubt sie ihm ein einziges und letztes Mal zu allen Kandidaten gleichzeitig zu sprechen. Es kommt zum überfälligen Lagefeuerplausch mit dem großen Inselguru, der den restlichen Losties endlich den Grund ihrer Anwesenheit erläutert. Mit der Erschaffung von Smokey durch den ungeplanten Mord an seinem Bruder hat Jacob damals, im wahrsten Sinne des Wortes, ein Monster geschaffen, das er zwar eine bestimmte Zeit auf der Insel halten konnte, aber jetzt ist dessen Geduldfaden ja bekanntermaßen endgültig gerissen. Den Rest seiner Story kennen wir ja. Das Monster kann erst fliehen, wenn alle Kandidaten tot sind. Und wenn es flieht, wird’s ungemütlich. Schicht im Schacht! Offen aus! Das Licht erlischt… ja, die Quelle kommt zu Wort. Jacob benötigt nun einen Nachfolger aus diesem Kreis an Personen, welche er deshalb ausgewählt hat, weil sie einen ähnlichen biographischen Background haben, wie er. Sprich, ihre Leben waren vor der Insel ziemlicher Schrott und sie waren auf der Suche nach einem Ziel im Leben. Ob das nun unbedingt das Beschützen der Insel ist, sei mal dahingestellt, aber es ist eine Option. Und so akzeptieren sie dieses Schicksal, auch wenn es ihnen Jacob hätte vielleicht auch etwas eher sagen können. Aber sie hätten es ihm vermutlich nicht geglaubt, am wenigsten Jack, welcher die Wahl erwartungsgemäß annimmt.

Jackob tritt seinen Dienst an

Er musste erst diesen langen Weg gehen, den er in den letzten Staffeln gegangen ist. Er musste erst zum Glauben finden und hat dafür viel opfern müssen. Doch nun geht er trotz all dem Unheil, welches ihm widerfahren ist, gestärkt aus der Sache hervor. Er willigt ein, die Quelle so gut er kann zu beschützen und seinen Job gut auszuführen. Am Ende trinkt er den Becher, den bereits Jacob vor vielen Jahrhunderten trank. Jack akzeptiert sein Schicksal und Jacob scheint erlöst zu sein. Doch wie lang wird er diesen Job wirklich ausführen können? Immerhin scheint Smocke drauf und dran zu sein, alles in die Luft zu jagen. Die Fronten sind geklärt, die Spielfiguren in Position und die offenen Konflikte bereit zur Konfrontation. Und von den offenen Fragen mal ganz abgesehen. Es ist also alles angerichtet für unseren hauseigenen Superbowl an diesem Sonntag. Es endet bekanntermaßen nur einmal. Und diesmal halt wirklich!